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Ortsstraße Vogelherd

Bericht vom 06.04.2011

Pro- und Kontra-Sprecher benannt

Ortsstraße „Vogelherd“: Ausbaualternativen jetzt durch Ingenieurbüro zu prüfen

Stulln. (ohr) Beim Ausbau der Ortsstraße „Vogelherd“ zeigte der Gemeinderat in der letzten Sitzung große Bereitschaft, die Vorschläge von Anliegern zu berücksichtigen. Mit sieben zu vier Stimmen beschloss das Gremium, die vorgelegten Ausbaualternativen durch das Ingenieurbüro prüfen zu lassen.

Auf der kürzlich vorgelegten, nicht vollständigen Liste mit der Überschrift „Meinungsbildung der Anwohner zur Neuerschließung der Straße Vogelherd“ fehlte ein Verantwortlicher. Die vom Bauamt vorgenommene Auswertung ergab ein Gleichgewicht von Befürwortern und Gegnern. Bürgermeister Hans Prechtl bat um die Nennung jeweils eines Sprechers der Pro- und Kontra-Gruppe.

In dieser Straße ist die Erneuerung der Wasserleitung und des Kanals dringend notwendig. Auf jeden Fall sind bei einer gemeinsamen Lösung die Kosten für den Straßenausbau günstiger als bei einer zeitlichen Trennung, erklärte der Bürgermeister.

In der Aussprache stellte Anwohner Herr Steckmann Ausbaualternativen auf der Basis von selbst eingeholten Preisen für verschiedene Positionen vor. Bei einer früheren Vorlage, so Prechtl, hätte der Vorschlag vom Ingenieurbüro geprüft, beurteilt und zur Sitzung vorgelegt werden können. Aus weiteren Beiträgen von Anliegern war kein absolutes Nein herauszuhören, aber der Hinweis, kostengünstiger zu planen und auszuführen, war deutlich zu vernehmen. Um die Aufnahme des Alternativvorschlages in die Ausschreibung wurde gebeten.

Wir wollen nicht über die Köpfe der Anlieger hinweg entscheiden", betonte Dritte Bürgermeisterin Annemarie Frank. Aber die verbilligte Maßnahme müsse dem Ingenieurbüro zur Prüfung vorgelegt werden. Eine längere zeitliche Verzögerung der Ausschreibung könne eventuell die Einsparungen durch geringere Ausbaustandards wieder aufzehren.

Thomas Rohrwild regte eine Ausschreibung mit Alternativen an und gab erneut als Denkanstoß, dass bei der gleichzeitigen Realisierung von Straßenausbau sowie Wasser- und Kanalerneuerung die Gemeinde bei den Mischkosten den Anliegern entgegenkommen kann. Martin Eules brachte vor, bei der Entsorgung der bestehenden Asphaltdecke die Anlieger zu entlasten. Die Variante muss zuerst schriftlich vorliegen, forderte der Bürgermeister. Sein Beschlussvorschlag, die Ausschreibung nicht auf den Weg zu bringen, fand eine mehrheitliche Zustimmung.

Als Ansprechpartner erklärten sich aus der großen Anzahl der Zuhörer zum weiteren Vorgehen für die Kontra -Gruppe Barbara Scharf und für die Pro-Anhänger Helmut Kramer bereit.

Auch am 12. April geht es um das Thema. Denn zur Berücksichtigung beider Sichtweisen – Prüfung der vorgebrachten Ausbaualternativen durch das Ingenieurbüro und einer unverzüglichen Ausschreibung zwecks größtmöglicher Kostenersparnis – wird als Kompromiss die nächste Gemeinderatssitzung vorgezogen. Für den Termin am 12. April hat das Ingenieurbüro seine Teilnahme zugesagt. „Eine Verzögerung tritt damit nicht ein“, freute sich Prechtl.

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