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Bürgerversammlung 2010

Bericht vom 06.04.2010

Stulln steht recht gut da

Bürgermeister Hans Prechtl stellt bei Bürgerversammlung Lage des Ortes vor

Stulln. (ohr) Eine stolze Bilanz konnte Bürgermeister Hans Prechtl bei der Bürgerversammlung 2010 im Gasthaus Bodensteiner aufzeigen: Die Gemeinde Stulln führte seit 2003 die Schulden von 1 845 000 um eine Million auf 840 000 Euro zurück. Nach sechs Jahren in Folge des Haushaltsausgleichs ohne Neuverschuldung wird aber 2010 eventuell eine Kreditaufnahme notwendig, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Trotz Wirtschaftskrise erweise sich die Erschließung des neuen Baugebiets „Herzendamm II“ mit 13 Bauparzellen als richtige Entscheidung der Gemeinde, unterstrich der Bürgermeister. Drei Bauplätze sind schon veräußert und ein Erwerber lässt zwischenzeitlich die Baugrube ausheben.

Bauen mit Ermäßigung

Der Kaufpreis für einen Quadratmeter Grundstücksfläche beläuft sich auf 40 Euro, zuzüglich der Beiträge für Straße, Wasser und Kanal liegen die Kosten bei 70 Euro und für die durchschnittliche Größe von 655 Quadratmetern ergibt sich ein Kaufpreis von rund 45 000 Euro. Die erstmals aufgenommene Kinderermäßigungsklausel von je Kind in Höhe von 3000 Euro geht voll zu Lasten der Gemeinde, so Prechtl.

Zur Errichtung des Radweges von Stulln nach Grafenricht erhielt von den 14 abgegebenen Angeboten die Firma Stratebau aus Regensburg als günstigster Bieter den Auftrag. Für die eventuelle Verlegung eines Leerrohres ergab die Ausschreibung dieser Bedarfsposition circa 13 350 Euro. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt konnte die Maßnahme realisiert werden und der Bürgermeister sprach der Fachbehörde seinen ausdrücklichen Dank aus. Der voraussichtliche Fördersatz von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten sei äußerst erfreulich. Durch die mangelnde Verkaufsbereitschaft einer Anliegerin kann der von der Gemeinde gewünschte Lückenschluss am Stullner Berg nicht verwirklicht werden, bedauerte der Sprecher.

Kosten des Winterdiensts

Mit der Anmerkung „So teuer kam das Streusalz gar nicht – weil es uns wie überall ausgegangen ist“, leitete Prechtl zu den Winterdienstkosten über. Bei 133 Tonnen Streusalzmenge lagen im Winter 08/09 die Kosten bei rund 11 460 und 09/10 (102 Tonnen) bei 9 150 Euro. Zum Vergleichsjahr verdoppelte sich die Winterdienstaufwand aber von 345 auf 736 Stunden fast annähernd. „Der Bauhof habe Großes geleistet“, lobte der Bürgermeister und die Teilnehmer honorierten die Aussage mit kräftigem Applaus.

Thema Breitband

Hinsichtlich der Breitbandversorgung tritt nach Hindernissen mit der Telekom wegen der Genehmigung der erforderlichen Anträge zum Ausbau aller 20 im Landkreis befindlichen Hauptverteiler eine Verzögerung um 4 Wochen ein und sie führt somit zu einer Verschiebung des zugesagten Realisierungszeitraumes bis Ende Mai 2010. Seitens der Telekom, so Prechtl, liege aktuell ein Antrag zur Verlegung eines Kabels zum Funkmast am Sportplatz am Vogelherd mit einem teilweisen Aufriss der Kirchstraße zur nächsten Sitzung zur Behandlung vor. Der Kindergarten wird im laufenden und im nächsten Kindergartenjahr mit drei Vormittags – und einer Nachmittagsgruppe geführt, informierte Prechtl. Die Gemeinde drängt auf die weitere seit 11 Jahren bestehende Genehmigung der so genannten Notgruppe bei gleichzeitiger Benutzung der Mehrzweckhalle für die anfallenden Turnstunden durch das Kreisjugendamt am Landratsamt Schwandorf.

Sanierung Kindergarten

Für die energetische Sanierung des Kindergartengebäudes mit den geschätzten Kosten von rund 347 000 Euro und einem Fördersatz von 87,5 Prozent verbleiben bei der Gemeinde circa 43 400 Euro als Eigenanteil. Für das Obergeschoss muss noch eine vernünftige Lösung erreicht werden, versicherte Bürgermeister Prechtl. Das jährliche Defizit im Kindergarten betrage derzeit 123 500 Euro.

Vier Klassen, 93 Schüler

In der Grundschule Stulln werden im laufenden Schuljahr 2009/2010 in vier Klassen 93 Schüler unterrichtet. Im April 2008 wurde das letzte freie Grundstück im Gewerbegebiet West an die Firma Metall Stöckl veräußert. Die notwendigen Planungen für die Änderung des Flächenutzungsplanes und die Erstellung eines Bebauungsplanes zur Ausweisung eines Gewerbegebietes an der Werksstraße sind an das Ingenieurbüro Renner Consult aus Amberg vergeben worden.

Der Ausbau der Ortsstraße „Vogelherd“ wird mittelfristig in Angriff genommen und die Erstellung der Planung für die Ersterschließung erfolgt in diesem Jahr. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der fehlenden Lagermöglichkeiten am Bauhof in Stulln soll die Errichtung einer Unterstellhalle in Stahlbauweise mit einer Grundfläche von 250 Quadratmetern bei geschätzten Kosten in Höhe von 160 000 Euro Abhilfe schaffen.

Die starke Beschädigung des stählernen Streugutsilos und die fehlende Bevorratungsmöglichkeit führten zur Einholung eines unverbindlichen Angebots. Mit den notwendigen Fundamentierungsarbeiten betragen die Gesamtkosten rund 35 000 Euro.

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